Ein Verbrennungsmotor kann mit verschiedenen Parametern ausgelegt werden. Beispielsweise gibt es Motoren mit einem Luft- oder einem Wasserkühlkreislauf. Die meisten Motoren funktionieren mit einer Wasserkühlung oder mit anderen Kühlmitteln, allerdings können luftgekühlte Motoren mit einer einfacheren Zylinderkopfdichtung ausgestattet werden. Normalerweise wurden die Dichtungen eingeführt, um den Oberraum vom Unterraum des Zylinders im Motor zu trennen. Oberhalb dieses Raumes findet die Explosion des Kraftstoff-Luft-Gemisches statt, die den Zylinder aufgrund der Druckdifferenz nach unten treibt und so den Moment auf die Kurbelwelle überträgt. Über die Zylinderkopfdichtung fällt letztendlich diese Druckdifferenz ab, denn sie bildet zwischen dem Motorblock und dem beweglichen Zylinder eine räumliche Trennung. Einige Modelle und Motoren können auch so gebaut werden, dass der Zylinder selbst derartig passgenau gefertigt wird, dass er nahezu lückenlos an der Wand gleitet. Bei diesen Motoren ist eine Zylinderkopfdichtung nicht notwendig, allerdings bedeutet dies einen höheren Fertigungsaufwand und größeren Verschleiß, auch wenn die Oberflächen speziell behandelt werden.
Eine Kopfdichtung ist demnach eine wichtige kraftschlüssige Verbindung in einem Motorblock und trennt einzelne Kühlkreisläufe, wobei Dichtungen für einfache luftgekühlte Motoren häufig auch einfacher gebaut werden. Bei solchen Modellen verwendet man in der Regel Kork als Dichtungsmaterial, weil dies luftdicht ist und trotz der Festigkeit Dichtungsaufgaben erfüllen kann. Bei Wasserkühlkreisläufen kann man keinen Kork verwenden, sondern muss auf Metalle oder Kunststoffe setzen. Schäden an der Dichtung sind relativ häufig bei Motorschäden zu beobachten, weil dieses Bauteil stark beansprucht wird und wichtige Aufgaben erfüllt. Wenn die Dichtungswirkung nachlässt, lässt auch die Motorleistung nach, weil die Druckdifferenz bei der Explosion durch Gasentweichung nicht mehr gegeben ist. Ebenfalls kommt es häufiger vor, dass der Ölkreislauf für die Lagerschmierung mit dem Kühlwasserkreislauf durch Brüche und Risse in der Dichtung in Verbindung kommt.
Dieser Schaden äußert sich meistens in einem weißen Rauchen oder nachlassender Kühlleistung des Motors, da Ölrückstände die filigranen Kühlwasserkanäle zusetzen und demnach den Kreislauf unterbrechen. Gelangt Wasser in den Ölkreislauf, dann wird die Schmierung der Lager beeinträchtigt und wichtige Funktionsteile eines Autos verschleißen oder werden unbrauchbar. Aufgrund dieser Tatsachen sollte man die Dichtung regelmäßig austauschen oder überprüfen lassen, denn ein Schaden kann im schlimmsten Fall zu einem Totalausfall des Motors führen und Ersatz ist nicht immer zur Hand oder einfach einzubauen.
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